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MAULTLROMMEL
Die
Maultrommel ist ein Oberton- bzw. Borduninstrument, das zur
Familie der frei schwingenden Stimmzungeninstrumente gehört
und über die Jahrhunderte Einzug in viele Kulturkreise
dieser Welt gefunden hat. Entsprechend der kulturellen Verbreitung
variiert auch ihr Name: in den alpinen Regionen Mitteleuropas
heißt sie Brummeisen, in Sibirien Chomus, in Zentralasien
Hel khuur, in Skandinavien Mungiga, Munharpa oder Munniharppuuna.
Von den verschiedenen Maultrommeltraditionen
sind der nordische, der indische und der sibirisch-zentralasiatische
Maultrommelstil am bekanntesten, eindrucksvollsten und ausgeprägtesten.
In Europa ist die Maultrommel seit dem frühen Mittelalter
bekannt und wurde hauptsächlich als Begleitinstrument
in der Volksmusik eingesetzt. Im 18. Jhdt erlebte sie ihre
Blütezeit als Virtuoseninstrument und es wurde versucht,
eine Verbindung zwischen klassischer und volkstümlicher
Musik herzustellen. Dies äußerte sich in einem
Konzert, das ein Lehrer Beethovens, Johann Albrechtsberger,
um 1770 für Maultrommel und
Mandora schrieb.
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